Allein unterwegs mit Zwillingen – meine Überlebensstrategie

Allein mit 3-jährigen Zwillingen unterwegs sein?

Ganz ehrlich: Das ist kein Ausflug. Das ist ein kompletter Tagesjob.

Mein Tag fängt erstmal ganz normal an – arbeiten wie gewohnt, dann schnell einkaufen, alles verräumen und noch eben staubsaugen, während die zwei vor dem Fernseher sitzen. So diese kurze Ruhe vor dem Sturm.

Dann geht’s los.

Erstmal die Reisetasche packen. Und da gibt es keine Diskussion:

Windeln, Getränke und Snacks. Ganz wichtig: Snacks! Ohne Snacks brauchst du eigentlich gar nicht erst los.

Dann beide anziehen. Heute natürlich im Spider-Man Outfit und im Minnie Kleid– wer hätte es gedacht.

Danach geht’s ab ins Auto… und da beginnt schon die erste Challenge: Wer sitzt wo?

Auf jeden Fall will keiner auf die „falsche“ Seite. Vorne auf der Fahrerseite? Natürlich nicht. Also erstmal diskutieren, erklären, Kompromisse finden. Irgendwann sitzen dann alle – und ich bin schon leicht durch.

Auf geht’s zum Spielplatz.

Nebenbei erwähne ich gefühlt 100 Mal: „Wir fahren jetzt auf den großen Spielplatz!“ – einfach damit es später keine Überraschungen gibt.

Angekommen geht’s direkt weiter: Beide abschnallen, während das eine bitte kurz bei mir bleibt und nicht einfach losrennt, während ich das andere noch befreie.

Dann laufen wir zusammen rüber. Naja… eher wackeln wie Pinguine.

Am Spielplatz angekommen wird erstmal alles erkundet. Und dann natürlich: die große Rutsche.

Alleine hochkommen? Nein. Also darf ich helfen – und mache nebenbei gleich noch mein Fitnessprogramm.

Dann geht’s weiter zum Klettern… bis plötzlich einer schaukeln will und der andere rutschen.

Perfektes nicht Szenario

Also schaukle ich das eine Kind und verliere gleichzeitig das andere nicht aus den Augen.Antrainiert!

Natürlich ruft genau in dem Moment das andere Kind: „Mama, Hilfe!“

Und das andere: „Mama, mehr schaukeln!“

Was macht man?

Ganz ehrlich: improvisieren.

Mein Trick in solchen Momenten:

„Wow, schau mal wie hoch sie schaukelt! Kannst du das auch?“

→ Zack, beide wollen schaukeln. Problem gelöst.

Dann geht’s in den Sandkasten.

Ich setze mich kurz hin, denke: „Ich sehe ja beide, ich kann kurz durchatmen…“

Fehler.

Keine zwei Sekunden später wirft einer Sand.

Die andere wirft zurück.

Wieder Perfekt.

Also heißt es aufspringen, erklären („Das geht ins Auge!“) und direkt ablenken.

Kommt, wir gehen zum See!“

Am See angekommen werden Steine geworfen. Natürlich keine kleinen – nein, große Steine.Also heißt es wieder volle Aufmerksamkeit:Nicht dass einer reinfällt… oder am besten zwei.

In meinem Kopf denke ich schon: Wenn einer reinfällt, springe ich einfach hinterher und dann ist das Trio komplett.

Also nächste Ablenkung:

„Schau mal, ein Vogel!“ (Ja, diesmal war wirklich einer da )

Langsam bewege ich uns Richtung Auto. Ganz unauffällig.So das es beide nicht merken denn sie wollen ja nicht heim.

Blöd nur: Wir müssen an den Rutschen vorbei.

Also… nochmal rutschen. Natürlich.

Und dann kommt dieser Moment:

Ich muss aufs Klo. Und zwar dringend. Das kennt wirklich jeder.

Also kommt mein stärkster Trick zum Einsatz:

„Wollt ihr ein Eis?“

Funktioniert. Immer.

Mit letzter Kraft schaffe ich es, beide ins Auto zu bekommen, anzuschnallen und schnell nach Hause zu fahren – während ich mir denke: Hättest du vielleicht doch früher gehen sollen.

Zuhause angekommen: beide wieder aus dem Auto befreien.

Während der Fahrt habe ich übrigens noch erklärt, dass die Schuhe anbleiben müssen – mit der Motivation: „Sonst bleibt ihr im Auto sitzen.“

Nach drei Wiederholungen hat es tatsächlich funktioniert.Dann geht’s direkt weiter in die Dusche.

Kind 1 will duschen. Kind 2 nicht.

Also wieder mein Trick:

„Wow, schau mal so viel Duschgel, das macht richtig Spaß! Willst du dich auch einschäumen wie dein Bruder?“

→ Funktioniert. Beide in der Dusche.

Dann plötzlich: „Papaaaa!“

Kind 1 will nur von Papa angezogen werden.

Ich? Finde ich super. Ehrlich.

Teamwork.

Dann endlich den Schlafanzug an und ab vor die Glotze.Ich mache währenddessen dann noch Essen. Kalt. Ganz ehrlich – ich koche jetzt nichts mehr.

Wichtig: Das Eis. Wird natürlich eingefordert. Und auch gegessen.Dann geht’s ab ins Bett. Natürlich mit Einschlafbegleitung.

Die zwei sind so k.o, dass sie nach 15 Minuten Erzählen über den Tag einfach einschlafen.

Und ich sitze da… und denke: Was für ein Tag.Es war anstrengend aber wunderschön. Sie werden einfach so schnell selbstständig.

Und dann fällt mir ein:

Mein Mann ist ja auch noch da.

Also setzen wir uns noch zusammen und essen endlich in Ruhe.

Meine Überlebensstrategie (kurz gesagt)

Snacks sind Pflicht, nicht optional Ablenkung ist dein bester Freund Humor rettet dich durch alles Plane Zeit ein – viel Zeit Eis ist ein legitimer Notfallplan.

Wie sieht euer Alltag allein mit euren Kindern aus?

Erkennt ihr euch wieder?

Und wenn ihr mehr aus unserem echten, chaotischen Zwillingsalltag lesen wollt,freue ich mich, wenn ihr meinen Blog abonniert.



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