Meine Zwillinge essen tatsächlich so gut wie alles. Gemüse, Obst, warmes Essen… und ja, natürlich auch Eis und Bon Bons. Und davon nicht zu wenig.
Aber genau deshalb ist mir das Thema Ernährung heute wichtiger denn je.
Nicht nur wegen ihnen – sondern vor allem wegen meiner eigenen Geschichte.Daher dieses ganz persönliche Kapitel für euch.
Meine persönliche Achterbahn mit dem Thema Ernährung
Ich habe mich mein ganzes Leben mit Essen beschäftigt.Mein Gewicht? Ein ständiges Auf und Ab.
Ich habe wirklich alles ausprobiert:
10-Phasen-Diät,4 Wochen komplett ohne Kohlenhydrate, proteinreiche Ernährung ,extrem viel Sport, Kalorien zählen usw.
Und ganz ehrlich:
Hätte es damals schon die Abnehmspritze gegeben – ich hätte sie ziemlich sicher auch ausprobiert.
Kurz nach der Geburt meiner Zwillinge hatte ich mein Höchstgewicht: 140 kg.
Ich war körperlich eingeschränkt, unbeweglich und habe mich überhaupt nicht wohlgefühlt.
Ein Moment hat sich bei mir eingebrannt:
Ich lag im Wochenbett, schaute an mir herunter und sah meinen Bauch – das Gewebe hing, überall Schwangerschaftsstreifen.
Mit Tränen in den Augen fragte ich meine Hebamme:
„Geht das wieder weg? Wann kann ich wieder Kurse geben?“
Ihre Antwort:
Ja, es bildet sich zurück. Und ja, ich kann wieder Kurse geben – aber erstmal ohne Bauchmuskeltraining.
Bis zum 6. Monat der Schwangerschaft habe ich übrigens noch Kurse gegeben.
Dann war Schluss – spätestens beim Spinning, als mir meine Kinder beim Strampeln im Bauch „in die Quere kamen“
Heute: nicht perfekt – aber stark
Heute bin ich an einem ganz anderen Punkt. Klar, 10 kg weniger wären schön – aber:
Ich fühle mich fit, energiegeladen und mein Training ist auf einem richtig hohen Level.
Warum?
Erstens: Bewegung
Mit zwei kleinen Energiebündeln ist „chillen“ eher ein Wunschtraum.
Zweitens: Meine Sicht auf Ernährung hat sich komplett verändert
Und genau das habe ich durch meine Zwillinge gelernt.
Was mir meine Kinder beigebracht haben
Früher war ich ein typischer „Abend-Esser“: den ganzen Tag wenig oder nichts und abends riesige Portionen.
Heute esse ich so wie meine Kinder:
morgens, mittags, abends Snacks zwischendurch Fast Food oder Süßes.
Und genau das ist aus fachlicher Sicht sinnvoll:
Den Regelmäßiges Essen stabilisiert den Blutzucker und verhindert so Heißhungerattacken.Man hat konstante Energie die den Stoffwechsel entlastet.
Warum Ernährung im Kleinkindalter so wichtig ist
Gerade mit 3 Jahren wird die Basis gelegt:
Kinder entwickeln ihr Hunger- und Sättigungsgefühl. Ihr Essverhalten prägt sich langfristig den Körper und Gehirn wachsen extrem schnell.Den eine ausgewogene Ernährung unterstützt, das Immunsystem,die Konzentration und die Entwicklung
Aber noch wichtiger:
Die emotionale Beziehung zum Essen entsteht genau jetzt.
Wie viel Essen ist eigentlich richtig?
Ich bin so aufgewachsen, dass der Teller leer gegessen werden musste.
Mein Opa sagte immer:
„Iss auf – in vielen armen Ländern gibt es nur Brot und Wasser. Bei uns wird nichts weggeworfen.“
Und ja – das kommt aus einer Zeit von Krieg und Armut.
Für mich bedeutete das:
Ich habe mehr gegessen, als ich brauchte mein Magen hat sich daran gewöhnt ich habe mein Sättigungsgefühl verloren.
Dazu kamen:
Stress,Unzufriedenheit,Hormone und daraus resultierende Fressattacken.
Sich selbst zu lieben und glücklich zu sein, ist ein Prozess.
Wenn es um Essen geht… bin ich manchmal ein bisschen irre.
Ich sag’s, wie es ist:
Wenn es ums Essen geht, bin ich verwöhnt. Und ja… manchmal auch ein bisschen irre.Ich weiß das auch selbst denn ich bin eine emotionale Esserin.
Das bedeutet: Essen ist für mich nicht nur „Energie“ – es ist Gefühl.
Und ganz ehrlich:
Wenn es mir nicht schmeckt… werde ich schlecht gelaunt. Sehr schlecht gelaunt.Mein Mann weiß das natürlich längst.Deshalb kocht er meistens genau das, was mir schmeckt.Und ja – ich habe da echt Glück.
(Liebe geht durch den Magen!)
Der Salat-Vorfall…
Eines Tages hatte ich eine Phase:
„Ich will abnehmen! Ab jetzt nur noch gesund!“Gesagt, getan.
Mein Mann – voller guter Absichten – stellt mir einen Teller hin.
Ein Salat. Schön angerichtet. Wirklich mit Liebe gemacht.Ich schaue drauf…
und frage:
„Was ist das?“
Er:
„Salat. Perfekt zum Abnehmen.“
Ich:
„Okay… und wo ist die Soße?“
Er ganz ruhig:
„Die Soße macht es ungesund. Also keine.“
…
Ich schaue ihn an.Dann den Teller.Dann wieder ihn.Und dann kam nur noch:
Ich bin doch kein Hase! Ich kann doch nicht einfach nur Grünzeug essen!“
Und dann… Eskalation
Ich wurde wirklich sauer.So richtig.
Total irrational? Ja.
Übertrieben? Auch ja.
Aber genau das meine ich mit emotionalem Essen.Wenn es für mich nicht passt, fühlt es sich einfach falsch an.Ende der Geschichte?
Sagen wir so: Der Salat hat es nicht geschafft.
Am Ende… gab es McDonald’s
Was ich daraus gelernt habe
So lustig die Geschichte ist – sie zeigt etwas Wichtiges:
Ernährung funktioniert für mich nur, wenn sie mir auch schmeckt.Zwang bringt nichts „Perfekt gesund“ bringt nichts, wenn man unglücklich ist Extreme führen oft genau zum Gegenteil.
Heute weiß ich:
Es geht nicht darum, perfekt zu essen,Sondern so zu essen, dass es zu mir passt.
Körperbild & Veränderung
Früher war „dünn“ das Ideal.Aber Heute sind Kurven viel mehr akzeptiert.Trotzdem war es nicht immer leicht, passende Kleidung zu finden.Oft musste ich lange suchen, um etwas zu finden, das gut sitzt und nicht alles versteckt wie ein Sack.
Ein Vorteil:
Ich war zum Glück immer groß.
Wie ich meine Kinder heute begleite
Mein klarer Entschluss:
👉 Kein Zwang beim Essen
👉 Teller müssen nicht leer gegessen werden
👉 Vertrauen ins eigene Gefühl
Sie dürfen: viel essen wenig essen auch mal gar nichts essen!
Und ja:
👉 Sie dürfen alles essen – auch Süßigkeiten und Eis.
Auch mal abends.
Warum?
Verbote machen Dinge nur interessanter Kinder verlieren sonst ihr natürliches Maß Balance ist wichtiger als Kontrolle
Unsere Eis-Story
Abends. Eigentlich schon Zeit fürs Bett.Mamaaaa… Eis!“Früher hätte ich sofort nein gesagt.Heute: Warum eigentlich nicht?Also gibt’s Eis.
Zwei glückliche Kinder, klebrige Hände, Lachen ohne Ende.
Und dann – nach ein paar Löffeln:
„Ich bin satt.“
Und ich denke nur: Genau das habe ich erst wieder lernen müssen.
Und dann ist da noch mein Mann
Ein ganz wichtiger Teil meines neuen Lebensgefühls ist mein Mann.
Er kocht bei uns – und zwar ausschließlich.Und ganz ehrlich:
Man sagt ja, Liebe geht durch den Magen…Bei uns stimmt das absolut Durch ihn hat sich bei uns zu Hause so viel verändert:
regelmäßige Mahlzeiten,frisches Essen,gemeinsame Zeit am Tisch.Das Essen ist bei uns nicht mehr Stress – sondern etwas Verbindendes. Familytime.
Mein Fazit
Erst durch meine Zwillinge (und ein bisschen auch durch meinen Mann 😉habe ich wirklich verstanden:
👉 Essen ist kein Kampf
👉 Kein Verzicht
👉 Keine Strafe
Sondern:
Ich bin nicht perfekt.Aber ich bin im Gleichgewicht.Und genau das wünsche ich mir für meine Kinder.
Und jetzt bist du dran:
Wie ist es bei euch?
Dürfen eure Kinder alles essen oder gibt es klare Regeln?
Ich freue mich auf den Austausch ❤️
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